Freitag, 2. August 2013

Losungen - Weinberge

Ich, der HERR, behüte den Weinberg und begieße ihn immer wieder. Damit man ihn nicht verderbe, will ich ihn Tag und Nacht behüten.

Jesaja 27,3

Gott behütet und Gott gießt. Er ist derjenige, der wachsen läßt und ohne den kein Leben sein kann. Ohne seine Gnade gedeiht nichts. Und doch hat er uns in die Mitverantwortung genommen. Einem jeden von uns hat er einen Weinberg anvertraut. Und auch wir sind berufen diesen zu behüten, ihn zu pflegen und seine Frucht zu ernten. Es ist gut zu realisieren, dass Gott mich mit dem Weinberg nie alleine läßt, auch wenn es manchmal so scheinen mag. Wenn er wächst und gedeiht, dann kann ich mit Zuversicht sagen, dass der Herr mit mir ist und sich kümmert.

Mein Weinberg heißt momentan Leo:

Er ist mir und meinem Mann anvertraut und er ist ein kleines Wunder. Jeden Tag darf ich durch ihn Gottes Realität erfahren. Morgen gerade einmal vier Monate alt ist dieses Menschenwesen eine lebende Offenbarung. Gerade rollt er neben mir auf dem Boden herum und verkündet der ganzen Welt, dass er seine Stimme entdeckt hat und sie in allen Tonlagen ausprobieren will. Er jauchzt. Und Gott hört zu.

Und ich bin zutiefst dankbar, dass ich nur einen Teil der Verantwortung für Leo tragen muss. Vielmehr wird mir mit jedem Tag klarer wie genial Gott sich alles erdacht hat - vom ersten Tag an. Und das er nicht fern irgendwo tront, sondern quicklebendig mitten unter uns ist. Und er behütet unseren Sohn. Und er übergießt ihn: mit Freude!(Und die blubbert zu uns rüber!!)

Wie heißt dein momentaner Weinberg?

Dienstag, 2. Juli 2013

Losungen

Losung von heute:

Gott ist mein Fels, meine Hilfe und mein Schutz, dass ich nicht fallen werde.

Psalm 62,7 

Darum seid fest, unerschütterlich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn.

1. Korinther 15,58 

Immer wieder freue ich mich über die Losungen der Herrenhuter Brüdergemeinde. Sie sprechen nicht selten genau in meinem Tag, meine Gedanken oder meine Sorgen hinein. Und sie helfen mir ausgerichtet zu bleiben; den Blick immer wieder neu auf unseren Herrn Jesus zu richten und zu lauschen, was er mir heute sagen möchte. Sein Wort ist immer wahr und diese Wahrheit trifft mich immer wieder direkt ins Herz. 
Und was ich am meisten schätze: Es sind Worte der Auferbauung und der Ermutigung. Das muss man sich nämlich mal auf der Zunge zergehen lassen: Gott ist mein Fels, meine Hilfe und mein Schutz, dass ich nicht fallen werde. Das steht da und so ist es wahr. Ich habe mein Haus auf diesem Felsen gebaut. Darum kann mir niemand und nichts den Boden unter den Füßen wegziehen. Und selbst wenn es sich ab und an so anfühlt, so ändert sich doch nichts an der Wahrheit dieser Worte. Meine eigenen Wahrnehmungen und Emotionen sind nämlich kein sicherer Wegweiser. Wenn ich ihnen stets folgen würde, dann wäre ich längst im inneren meiner Seele ertrunken. Ich muss aus mir heraus blicken, den Herrn feste fixieren und seinem Wort einfach glauben. Einfach? Stimmt - einfach ist das nicht immer. Aber mit einem Akt des Willens fängt es an und denn kann ich immer setzen - ganz unabhängig von meinen Gefühlen.

Und mit diesem Wissen, dieser Zuversicht kann ich dann auch fest und unerschütterlich sein und zunehmen im Werk des Herrn. Mein Werk mag klein sein und nichts großes bewegen. Aber ich weiß gewiss: meine Arbeit ist nicht vergeblich im Herrn.

Donnerstag, 6. Juni 2013

Juliana - in erweiterter Neuauflage erschienen!!!

Gutes essen



Warum zählt ihr Geld dar für das, was kein Brot ist, und sauren Verdienst für das, was nicht satt macht? Hört doch auf mich, so werdet ihr Gutes essen. Jesaja 55,2
Die Losung von heute: Eine Verheißung. Und eine Erinnerung daran, dass wir ein Leben in Fülle haben, wenn wir auf unseren Gott hören. Wenn wir mit ihm gehen und seinen Plan leben. Dann werden wir nicht nur essen, sondern gut essen. Körperlich und geistig. Er sorgt für uns in allen Aspekten des Lebens – bis ins Detail. Wenn wir es zulassen.

Mittwoch, 14. November 2012

Morgendliche Gedanken

Mehr als alles behüte dein HERZ, denn ihn ihm entspringt die Quelle des Lebens ( Sprüche 4, 23).
Wie angreifbar unser Herz ist, kann jeder Mensch jeden Tag erfahren. Sorgen und Ängste mögen es umschatten. Unnötige Gedanken beschweren es manchmal sehr. Ich träume manchmal schlecht und die bedrückte Stimmung kann mich lange begleiten und mir den Tag verderben. Wenn ichnicht aufblicke und erkennen, dass diese Regungen nicht von Gott kommen.
Und wie behüte ich mein Herz am besten? 
Indem ich es ausrichte auf meinen Herrn und Erlöser Jesus Christus, der uns zuruft: "Nimm dein Kreuz auf Dich und folge mir nach" und im selben Atemzug mit einem Lächeln hinzufügt: "Aber fürchte Dich nicht, denn mein Kreuz ist leicht." Also blicke ich auf am Morgen - zum Kreuz hin, dass über unserer Schlafzimmertür hängt. Und ich wünsche dem Herrn einen guten Morgen. Das ist ein Anfang...und bereits spüre ich, wie sich die Fesseln um mein Herz lockern. 
Und ich frage mich nicht zum ersten Mal, wie es immer wieder dazu kommen kann, dass ich meinen Blick abwende, nicht an ihn denke, ihn nicht in meinen Tag einbeziehe. Und gleich darauf gebe ich mir selbst die Antwort, denn ich kenne den Feind - ich weiß um ihn und seine Tücken...

Wenn Du etwas besitzt, das Du nicht weggeben kannst, besitzt Du es nicht – sondern es besitzt Dich!“ Jim Elliot
Das spricht nicht nur von materiellen Dingen, die ich in den Händen halten kann - berühren und anfassen. Ich kann mich auch an Ideen, Ängste und Wünsche klammern. Sie können mich besitzen und gefangen halten. Aber wird sind nicht berufen Gefangene zu sein, sondern freie Söhne unsres Gottes. Also richte ich heute den Blick aufs Kreuz und beginne einmal mehr mein Herz in seine Richtung zu werfen. Jeden Tag ganz neu.

“Eifersüchtig begehrt der Heilige Geist euer ganzes Herz für Gott!” “Die Augen des Herrn durchlaufen die ganze Erde, um denen beizustehen, die mit ungeteiltem Herzen ihm anhangen” (Jak.4,5; 2.Chron.16,9).
Wem gehört mein Herz wirklich? Gehört es vor allem meinem Gott? Mein Herz ist immer und immer Begierden ausgesetzt. Auch Furcht und Sorge können zu einer solchen Begierde werden, die mein Herz beherrschen. Oft erscheint alles wichtiger und dringender also dieser kurze Blick zum Kreuz. Oder ich kann es nicht sehen, weeil mein Herz ganz dunkel ist. Wie dankbar bin ich für meinen Mann, der in solchen Momenten meinen Blick in die richtige Richtung lenkt. Wir neigen uns zu unserem Herrn und lassen zu, dass er in diesem, unserem heutigen Tag, nicht nur Nebensache sondern Hauptsache ist.



Dienstag, 7. August 2012

Aus Lobkowicz wird Maasburg

        Marie-Sophie (ich) ist verheiratet mit Constantin (Con) und heißt jetzt Maasburg!!!                                                                                          
 "Juchuuu...."




Montag, 14. November 2011

Gedanken zum Evangelium nach Lukas 18,35-43.


"Als Jesus in die Nähe von Jericho kam, saß ein Blinder an der Straße und bettelte. Er hörte, daß viele Menschen vorbeigingen, und fragte: Was hat das zu bedeuten? Man sagte ihm: Jesus von Nazaret geht vorüber. Da rief er: Jesus, Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir! Die Leute, die vorausgingen, wurden ärgerlich und befahlen ihm zu schweigen. Er aber schrie noch viel lauter: Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir! Jesus blieb stehen und ließ ihn zu sich herführen. Als der Mann vor ihm stand, fragte ihn Jesus: Was soll ich dir tun? Er antwortete: Herr, ich möchte wieder sehen können. Da sagte Jesus zu ihm: Du sollst wieder sehen. Dein Glaube hat dir geholfen. Im gleichen Augenblick konnte er wieder sehen. Da pries er Gott und folgte Jesus. Und alle Leute, die das gesehen hatten, lobten Gott."
"Euer Vater weiß ja, was ihr braucht, bevor ihr ihn bittet" (Mt 6,8;) Warum also fragt Jesus den Mann, was er für ihn tun soll? Der Mann ist offensichtlich blind. Und Jesus weiß, was er begehrt. Und dennoch spricht er die Frage aus: "Was soll ich Dir tun?" Warum will Jesus, dass wir bitten, wo er doch auch gesagt hat, dass der Vater weiß, was wir brauchen, noch ehe wir ihn bitten?
Ich gehe davon aus, dass alles, was Gott tut, gut ist. Demnach muss seiner Aufforderung ein wohlwollender, liebevoller ja heilbringender Gedanke zugrunde liegen. Ich versuche mich in die Situation zu versetzen. Der Blinde vernimmt, dass Jesus an ihm vorbei zieht. Bestimmt hat er bereits von diesem Mann gehört, der in aller Munde ist. Und wahrscheinlich hegt er schon lange insgeheim die Hoffnung, dieser Jesus könnte ihm sein Augenlicht wieder geben. Eine Hoffnung, die zum Glauben heran wuchs und plötzlich eine Chance bekam. Und diese Chance läßt der Blinde nicht an sich vorüber ziehen. Nein, er steht auf und ruft und schreit. Auch als die Umstehenden ihn Mundtot machen wollen, läßt er nicht locker. Sein Schrei ist Zeichen und Ausdruck seines Glaubens. Es ist ein Schrei, der Jesus erreicht und dem er sich nicht entzieht. Schließlich wendet Jesus sich dem blinden Bettler zu. Obgleich er weiß, was der Blinde begehrt, spricht er ihn an. Er sieht den Menschen und bezeugt ihm Respekt, ja gibt ihm eine bislang vielleicht ungekannte Würde, indem er ihn anspricht. Er setzt sich in Beziehung zu dem Bittenden. Was bewirkt seine Frage bei dem Blinden? Seine Frage gibt dem Mann die Gelegenheit sich zu besinnen und tatsächlich das zu erbitten, was er begehrt. Vielleicht schärft das formulieren der Bitte auch die Wahrnehmung dessen, was er tatsächlich braucht. Und ohne zu zögern erfüllt Jesus seine Bitte. Er schenkt ihm das Augenlicht wieder. Weil er seinen Glauben sah. Und schätzungsweise hat er ihm in der selben Sekunde auch ein sehendes Herz gegeben, denn der nun Sehende kehrte nicht um, sondern folgte Jesus nach und pries Gott.
Das Bitten öffnet unser Herz, der Glaube läßt uns empfangen. Gott weiß, was wir brauchen und wahrscheinlich brauchen wir das beständige Lernen durch das Bittgebet, um selbst zu erkennen, was wir brauchen und weniger was wir eigensüchtig wollen. Denn wenn wir mehr und mehr lernen nach seinem guten Willen zu bitten, so werden wir erleben, wieviel mehr wir empfangen.