Mittwoch, 14. November 2012

Morgendliche Gedanken

Mehr als alles behüte dein HERZ, denn ihn ihm entspringt die Quelle des Lebens ( Sprüche 4, 23).
Wie angreifbar unser Herz ist, kann jeder Mensch jeden Tag erfahren. Sorgen und Ängste mögen es umschatten. Unnötige Gedanken beschweren es manchmal sehr. Ich träume manchmal schlecht und die bedrückte Stimmung kann mich lange begleiten und mir den Tag verderben. Wenn ichnicht aufblicke und erkennen, dass diese Regungen nicht von Gott kommen.
Und wie behüte ich mein Herz am besten? 
Indem ich es ausrichte auf meinen Herrn und Erlöser Jesus Christus, der uns zuruft: "Nimm dein Kreuz auf Dich und folge mir nach" und im selben Atemzug mit einem Lächeln hinzufügt: "Aber fürchte Dich nicht, denn mein Kreuz ist leicht." Also blicke ich auf am Morgen - zum Kreuz hin, dass über unserer Schlafzimmertür hängt. Und ich wünsche dem Herrn einen guten Morgen. Das ist ein Anfang...und bereits spüre ich, wie sich die Fesseln um mein Herz lockern. 
Und ich frage mich nicht zum ersten Mal, wie es immer wieder dazu kommen kann, dass ich meinen Blick abwende, nicht an ihn denke, ihn nicht in meinen Tag einbeziehe. Und gleich darauf gebe ich mir selbst die Antwort, denn ich kenne den Feind - ich weiß um ihn und seine Tücken...

Wenn Du etwas besitzt, das Du nicht weggeben kannst, besitzt Du es nicht – sondern es besitzt Dich!“ Jim Elliot
Das spricht nicht nur von materiellen Dingen, die ich in den Händen halten kann - berühren und anfassen. Ich kann mich auch an Ideen, Ängste und Wünsche klammern. Sie können mich besitzen und gefangen halten. Aber wird sind nicht berufen Gefangene zu sein, sondern freie Söhne unsres Gottes. Also richte ich heute den Blick aufs Kreuz und beginne einmal mehr mein Herz in seine Richtung zu werfen. Jeden Tag ganz neu.

“Eifersüchtig begehrt der Heilige Geist euer ganzes Herz für Gott!” “Die Augen des Herrn durchlaufen die ganze Erde, um denen beizustehen, die mit ungeteiltem Herzen ihm anhangen” (Jak.4,5; 2.Chron.16,9).
Wem gehört mein Herz wirklich? Gehört es vor allem meinem Gott? Mein Herz ist immer und immer Begierden ausgesetzt. Auch Furcht und Sorge können zu einer solchen Begierde werden, die mein Herz beherrschen. Oft erscheint alles wichtiger und dringender also dieser kurze Blick zum Kreuz. Oder ich kann es nicht sehen, weeil mein Herz ganz dunkel ist. Wie dankbar bin ich für meinen Mann, der in solchen Momenten meinen Blick in die richtige Richtung lenkt. Wir neigen uns zu unserem Herrn und lassen zu, dass er in diesem, unserem heutigen Tag, nicht nur Nebensache sondern Hauptsache ist.



Montag, 12. November 2012

Der HERR aber sieht das Herz an

Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an.
1.Samuel 16,7

Das ist eine beruhigende und beunruhigende Aussage zugleich. Es heißt ich kann nicht verstecken, was in meinem Herzen stattfindet, indem ich meine äußere Fassade poliere und aufputze. Gott sieht mich und Gott erkennt mich. Er weiß um meine Gedanken, meine Sorgen, meine Vorwürfe, meine Zweifel. Und er sieht mein Herz so wie es ist - mit all dem, was ich vielleicht selbst vor mir selbst verbergen möchte, weil ich weiß, dass es nicht schön anzuschauen ist.
Es heißt aber auch, dass mir egal sein kann, was die Menschen von mir denken. Sie sehen nämlich nur das, was außen ist. Mein Herz bleibt ihnen verborgen. So sieht Gott auch meine gute Absicht, meinen Versuch meine unzulänglichen Bemühungen. Wahrscheinlich muss es mein Bestreben sein, mein Herz immer mehr auf Gott auszurichten und das in einer Art und Weise zu tun, dass die Ausrichtung meines Herzens auch nach außen sichtbar wird. Damit auch der Mensch sieht, was innen ist.

Wie machst du das?